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Die Burg Wendelstein
Vacha war im Mittelalter ein wichtiger Etappenort im Netz hessisch-thüringischer Fernstraßen, der hier vorhandene Flussübergang (Furtstellen) wurde wohl ab 1186 durch die Anlage hölzerner Brücken und ab 1346 durch eine (oder zwei) steinerne Brückenbauten bedeutend gefördert; dies ermöglichte zugleich die Entstehung einer Markt- und Stadtsiedlung und machte den Bau einer Befestigungsanlage am stadtseitigen Ufer erforderlich. Unter dem Abt Heinrich IV. von Fulda wurde diese Burganlage begründet und militärisch ausgerüstet. Deren Ersterwähnung erfolgte 1294. Die Burganlage wurde in die Stadtbefestigung einbezogen und bildete das nordöstliche Bollwerk. Die Burgmannen waren verpflichtet sich innerhalb
der Stadt gelegene Wohnsitze zu erbauen.Aus der 1406 beginnenden dauerhaften Verpfändung der Burg und Stadt Vacha (anteilig zwei Drittel der Stadt) an den hessischen Landgrafen Hermann II.. Die Burg Wendelstein wurde nun hessischer Amtssitz. Gottschalk von Buchenau hielt das weitere Drittel der Pfandschaft an der Stadt und Burg. Es erfolgte die Übertragung an die Rittern von Buchenau als Burgmannen.
Den großen Stadtbrand von 1467 überstand die Burganlage mit Glück. Mehrfach wurde Vacha im Dreißigjährigen Krieg eingenommen, die Burganlage hatte zu dieser Zeit kaum noch militärische Bedeutung. Von 1648 bis 1818 gelangte die Stadt und Burg dauerhaft an die Landgrafschaft Hessen, dann an das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach. Im 19. Jahrhundert dienten verschiedene Gebäude in der Burg zeitweise als Spinnerei-Manufaktur. Weitere Gebäude wurden angebaut und zur Stadt entstand eine erneuerte einfache Mauer mit Hoftor.
 

Der Burgturm wurde 2010 renoviert und kann seither als Aussichtsturm genutzt werden.

Der Besucher hat einen herrlichen Rundblick über die Stadt Vacha.

Die Anlage
Die Burganlage besitzt eine rechteckige Grundfläche und hat eine Ausdehnung von gegenwärtig etwa 60 zu 80 Metern. Die massiven Außenmauern blieben in Resten erhalten, der vorgelagerte Wassergraben und der innere Graben zur Stadt wurden verfüllt. die stadtseitigen Mauern wurden im 19. Jahrhundert niedergerissen oder verlegt, im Übersichtsplan der Burg von 1911 werden diese als Neue Mauer bezeichnet. Die Burg hatte einen stadtseitigen Zugang im Süden und einen separaten Zugang im Osten. Unmittelbar westlich der Burg befand sich das Untertor der Stadtbefestigung, hier führte der Hauptzugang zur Brücke vorbei und war von der Burg aus zu überwachen.
Erhalten blieb ein Rundturm in der Südwestecke der Burg von etwa 20 m Höhe und 2 m Mauerstärke, dessen Zugang in etwa 10 m Höhe über eine kleine Pforte möglich war. Der Turm besitzt einen gemauerten Turmhelm als
Bedachung. Als Hauptgebäude ist die Kemenate anzusprechen, ein weitgehend erhaltenes Bauwerk aus der Zeit um 1600. Mehrere Wirtschafts- und Nebengebäude lehnten sich innen an die Ringmauer, diese wurden nach und nach erneuert oder entfernt. Als Verkehrshindernis wurden auch die mittelalterlichen Torbauten, Sperr- und Befestigungsanlagen im Verlauf der Zufahrtsstraße zur Werrabrücke und in die Burg bewertet und bereits im 19. Jahrhundert abgetragen. An ihrer Stelle errichtete man einige Bürgerhäuser.
 
 
AKTUELL
100 Jahre I.Weltkrieg
 
Am 01. August wird unsere nächste Sonderausstellung eröffnet.
Sie beginnt um 19.00 in unserem Museum. Die Ausstellung ist mit interessanten zeitgeschichtlichen Zeugen ausgestaltet. Wir hoffen und freuen uns auf Ihren Besuch. Die Ausstellung geht voraussichtlich bis Ende des 1. Quartals 2015.
Frau Elster, die bekannte Figur des DDR-Fernsehens,
deren erstes handgefer-tigtes Exemplar hier ausgestellt ist, zeigt uns das Museum.
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